Podcasts bei Tai Chi Jederzeit

Podcast: Tai Chi Jederzeit

Die Sinologin, Lyrikerin und Tai-Chi-Lehrerin Beate Kraus aus Bonn veröffentlicht seit einiger Zeit Podcasts, in denen sie mit Tai-Chi-LehrerInnen über deren Arbeit spricht. In gleich zwei Teilen hatte ich die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Gespräch.

In der Folge 20 sprechen über das älter werden, Abschied und Neuanfang. Auch eines meiner Stücke ist passend dazu eingespielt. Und was hat das alles mit Tai Chi Chuan zu tun? Hört rein >>>

In der 21. Folge geht es dann um das Ma Tsun Kuen Tai Chi Chuan und unsere Tui Shou Arbeit. Viel Spaß >>>

Und das ist Beates Youtube-Kanal auf dem Ihr alle weiteren Podcasts hören könnt >>>

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Finger Pointing At The Moon

Finger Pointing At The Moon

Immer mal wieder, so auch in Fernandos Unterricht, taucht dieses Zitat in abgewandelter Form aus dem Bruce Lee Film „Enter the Dragon“ (1973) auf: “Denke nicht!. Fühle. Es ist wie der Finger, der einen Weg zum Mond zeigt. Konzentriere dich nicht auf den Finger, sonst verpasst du die himmlische Herrlichkeit.”

Der weise Rat in dieser Filmszene ist eine Anleihe aus einem alten Buddhistischen Text, dem Laṅkāvatāra-sūtra (楞伽經 Lèng Qié Jīng, 4.-5. Jh) und ist eines der wichtigsten Sutren des Mahāyāna Buddhismus, das den chinesischen Chán(禪)-Buddhismus maßgeblich geprägt hat:

如愚見指月
觀指不觀月
计著名字者
不見我真實

“So wie der Narr den Finger sieht, der auf den Mond zeigt, den Finger betrachtend und nicht den Mond betrachtend, so sehen diejenigen, die an Namen und Worten hängen, meine Wahrheit nicht.” Text Chin-D-E als pdf
Diese Worte haben eine tiefe Bedeutung auch für unsere Tai Chi Praxis. Was bedeuten sie für Dich und Deine Praxis? Weiterlesen

Waffen sind keine glücksbringenden Geräte

Waffen sind keine glücksbringenden Geräte

Als ich 16 war, aufgewachsen in der DDR in der Zeit und dem Eindruck des Kalten Krieges, habe ich beim Rezitatoren-Ausscheid des Bezirkes das Kapitel 31 aus dem Daodejing vorgetragen. Damals in der nach wie vor genialen Übersetzung von Ernst Schwarz, die in der DDR als Reklam-Ausgabe erhältlich war.

Zeitsprung: Seit 31 Wochen lesen wir am Ende unserer Online-Meditationsgruppe in chronologischer Folge ein Kapitel des Daodejing in der Übersetzung von Ansgar M. Gerstner. In der letzten Woche, als der Krieg Russlands gegen die Ukraine begann, kamen wir so an das 31. Kapitel, das ich hier mit Euch teilen möchte (gekürzt):

„Waffen sind keine glücksbringenden Geräte. Unter den Menschen gibt es welche, die diese verabscheuen. Daher, wer das Dao hat, verweilt nicht mit ihnen. Im verbleiben schätzen die Edlen die linke Seite. Im Waffengebrauch schätzen sie die rechte Seite. Waffen sind keine glückbringenden Geräte. Sie sind nicht die Geräte der Edlen. Wenn sie nicht anders können, als sie zu gebrauchen, ist Ruhe und Mäßigung das Beste. Wenn man siegt, beschönigt man nicht. Wer dies dennoch beschönigt, der erfreut sich am Töten von Menschen … Im Reden behandle man den Krieg wie eine Bestattungszeremonie. Wenn Menschen in Mengen getötet werden, sollte man dies in Trauer und Gram beweinen. Siegt man in einem Gefecht, sollte man dies wie eine Bestattungszeremonie behandeln.“

Ich wünsche euch inneren und äußeren Frieden.

Der gesamte Text des 31. Kapitels und des Daodejing samt Übersetzung  und Kommentaren findest Du hier in der Dissertation von Ansgar M. Gerstner als pdf

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Weg zu Tao / Way to Tao

Weg zu Tao / Die Kunst der Unsterblichkeit

Eine sehenswerte Arte-Dokumentation über eine junge Französin, die nach China kam, um sich von Meistern in den Daoismus einführen zu lassen. Sie erläutert die uralten Praktiken und Rituale, die sich der modernen Welt angepasst haben.

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