Tai Chi Chuan ist UNESCO Weltkulruerbe

Tai Chi Chuan ist UNESCO Weltkulruerbe

Auf Antrag der VR China wurde Tai Chi Chuan am 18. Dezember 2020 in die Liste des immateriellen Weltkuturerbes der UNESCO aufgenommen. In der Erklärung seit es: “Taijiquan ist eine traditionelle körperliche Praxis, die sich durch entspannte, kreisförmige Bewegungen auszeichnet, die mit der Regulierung des Atems und der Kultivierung eines aufrechten und ruhigen Geistes einhergeht … Die Grundbewegungen des Taijiquan konzentrieren sich auf Wubu (fünf Schritte) und Bafa (acht Techniken) mit einer Reihe von Routinen, Übungen und Tuishou. Beeinflusst von daoistischem und konfuzianischem Gedankengut und Theorien der traditionellen chinesischen Medizin, hat sich Taijiquan in mehrere Schulen (oder Stile) entwickelt, die nach einem Clan oder dem persönlichen Namen eines Meisters benannt sind. Taijiquan wird durch clanbasierte Übertragung oder das Meister-Lehrling-Modell weitergegeben. Die letztere Beziehung wird durch die traditionelle Zeremonie des Baishi hergestellt. Taijiquan baut auf dem Yin- und Yang-Zyklus und dem kulturellen Verständnis der Einheit von Himmel und Mensch auf. Es ist unter anderem durch Legenden, Redewendungen und Rituale verbreitet worden. Die Bewahrung des Taijiquan würde seine Sichtbarkeit und den Dialog über die verschiedenen Arten, wie Taijiquan von verschiedenen Gemeinschaften praktiziert wird, erhöhen.”

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Adaptation MTK Säbel/Saber

Adaptation MTK Säbel/Saber

Der Säbel gehört neben Schwert und Speer zu den Tai Chi Waffen im Ma Tsun Kuen Stil. Im Folgenden zeigen Francisco Clemares (Buenos Aires) und Gustavo Skerianz (Málaga) in 5 Filmen einige Adaptionsmöglichkeiten von Sequenzen der Form, die im März 2020 durch Gustavo in Berlin unterrichtet wird.

Film Nr. 1

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Performance MTK Partnerform

Performance MTK Partnerform

Diese Aufnahme ist auf einer Kampfkunst-Show in Buenos Aires im Jahr 1999 entstanden. Unter der Leitung von Fernando Chédel werden Übungen und Formen des Ma Tsun Kuen Stils demonstriert.

Ab 2:41 ist die Partnerform (Sǎn Shǒu Duì Dǎ 散手對打) in langsameren und ab 4:55 in schnellerem Tempo zu sehen.

Danke an meinen Freund und Kollegen Francisco Clemares für die Veröffentlichung!

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Ma Yueliang

mǎ yuè liáng (馬岳樑 1901-1998)

war Arzt (Hämatologe) und stammte aus der Mandschurei im Nordosten Chinas. Mǎ wurde gleichermaßen in den Traditionen Chinas als auch in der westlichen Wissenschaft erzogen.

Seit seiner Jugend studierte er unter anderem Shàolín Quán 少林拳, Bāguà Zhǎng 八卦掌  und Tōng Bì Quán 通臂拳. Er war Schüler von Wú Jiànquán 吳鑑泉 (1870-1942), der von ihm die ausschließliche Praxis des Tai Chi Chuan im -Stil verlangte und dem er sich dann seit seinem 18. Lebensjahr ausschließlich widmete.

Mǎ Yuè Liáng heiratete Wú Yīng Huà 吳英華 (1907–1996) die Tochter seines Meisters. Gemeinsam trugen sie maßgeblich zum Überleben des -Stils nach der Kulturrevolution in der VR China bei.

Ihr gemeinsamer Sohn Mǎ Jiāngbào 馬江豹 (1941-2016) lebte bis zu seinem Tod in den Niederlanden und steht für die Verbreitung des Stils in Deutschland und Europa.

Mǎ Yuè Liáng war ein großer Könner des Tai Chi Chuan. Davon zeugen zahlreiche Filme, von denen ich diesen ausgewählt habe.

Meist, wenn ich mit Übenden des -Stils die Hände kreuze, erlebe ich große Ähnlichkeiten zum Tui-Shou-Verständnis unseres Stils hinsichtlich Klarheit und Wirksamkeit.

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Comic über Song

Über Sōng 松, Entspannen, Sinken, Loslassen

… letztlich verbinden

Dieses Comic von Antony Cheung erinnert mich an meine ersten Begegnungen mit Fernando Chédel und meinen damit verbundenen Tai Chi Weg von dem eher Äußeren und “Schönen” hin zur Verinnerlichung und Natürlichkeit. Dabei war und ist Fernando der beste Lehrer für mich.